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DR 96

Die Mallet-Lok „Gt 2×4/4“ war mit zwei im Verbund arbeitenden vierfach gekuppelten Fahrwerken ausgerüstet. Das vordere, um einen 15 cm starken Kupplungszapfen beweglich aufgehängte Fahrwerk der Verbunddampflokomotive, war mit Niederdruckzylindern bestückt, das hintere, starr im Lokrahmen gelagerte Fahrwerk war mit den kleineren Hochdruckzylindern ausgerüstet. Konstrukteur dieser schweren Lokomotive war der damalige Chefkonstrukteur und Direktor bei J. A. von Maffei, Anton Hammel (1857–1925), der auch die berühmte S 3/6 entwickelt hatte. Zwischen 1913 und 1914 wurde die erste Serie von 15 Fahrzeugen beschafft und in Dienst gestellt. Die Lokomotiven erregten seinerzeit viel Aufsehen und waren auf den damals häufig abgehaltenen Eisenbahnschauen (Verkehrsschau in München 1922) zu sehen – oft mit blauem oder ockergelbem Fotoanstrich und einem Kronenkamin ähnlich der S 3/6 ausgerüstet. Nr. 5766 (96 016) wurde sogar als erste Lok der zweiten Serie mit Bändern aus Messing an dem Kronenkamin und Kessel und Messingverzierungen an den vorderen Zylindern regelrecht herausgeputzt und verfehlte ihre Wirkung nicht. Ähnliches wurde nach dem Umbau der 2. Serie 1926 mit derselben Lok durchgeführt. Sonst hatte die erste Serie einen schmalen Kamin mit Aufsatz ähnlich der BR 38. Der im Betrieb übliche Anstrich der Loks der K.Bay.Sts.B. war grün, gelb abgesetzt, mit schwarzem Chassis.

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