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Durch die geplante fortschreitende Elektrifizierung der Westbahn von Salzburg in Richtung Wien bestand Anfang der 1930er-Jahre Bedarf an Güterzug-Lokomotiven für eine Hügellandstrecke, die auch für den leichten Personenzugdienst geeignet waren. Wegen der gegenüber den Reihen 1170 und 1170.1 geänderten Anforderungen musste der elektrische Teil vollkommen neu gestaltet werden, die Bo'Bo'-Bauweise und der Sécheron-Federantrieb sollten gleich bleiben. Den elektrischen Teil übernahmen alle in Österreich vertretenen großen Elektrofirmen, AEG, Brown Boveri, ELIN und Siemens-Schuckert, die sich in der Firmengemeinschaft ABES zusammenfanden und fortan reihum jeweils die Federführung für die neuen österreichischen Lokomotivreihen übernahmen. Die einzig verbliebene österreichische Lokfabrik, die Lokomotivfabrik Floridsdorf, lieferte den mechanischen Teil, der eine Weiterentwicklung der Reihe 1170.1 war.

Von 1934 bis 1936 wurden zunächst acht Maschinen geliefert. 1170.209–233 wurden von 1938 bis 1939 geliefert, zum Teile also schon an die Deutsche Reichsbahn, die die Fahrzeuge als Reihe E 45.2 bezeichnete und noch weitere acht bestellte. Somit waren 41 Lokomotiven dieser Reihe vorhanden.

Die erstgelieferten Loks unterschieden sich in Dachform und -ausrüstung von den späteren. Auch der Kasten war unterschiedlich gestaltet, so hatten sie Stirnübergänge zum Wagenzug und diagonal angeordnete Führerhaustüren. Diese Unterschiede wurden später beseitigt und die Maschinen in ihrem äußeren Erscheinungsbild den anderen Lokomotiven dieser Reihe angeglichen. Die 1170.219–228 erhielten keine elektrische Bremse, 229 bis 233 bekamen eine Vielfachsteuerung.

 

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Modell H0

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